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Sanierung von Rissen — Am Holz können Risse oder auch Brüche von Trägern vorkommen. Es empfiehlt sich das Auspressen der Risse mit Epoxid-Harz. Aufgrund der Haftung und der Festigkeit des Leims könne Risse bis zu 5 mm Dicke geschlossen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Leim entsprechend der bauaufsichtlichen Zulassungen mit geeigneten Füllern gemischt wird, um kraftschlüssige Verbindungen zu erzielen.
Schallbrücken — immer dort vorhanden, wo Luft oder nicht entkoppelte Schichten als Träger der Schwingungen zur Verfügung stehen. Am Beispiel des geöffneten bzw. geschlossene Fensters gilt: Wo Luft geht, geht auch Schall. Zur Vermeidung von Luftschallbrücken müssen die Bauteile sowie ihre Anschlüsse an die angrenzenden Bauteile luftdicht sein. Typische Schallbrücken für den Körperschall sind Verbindungen eines schwimmenden Estrichs mit der Wand oder der Rohdecke.
Schallschutz im Holzbau — Schalltechnisch wird zwischen ein-, zwei- oder mehrschaligen Bauteilen unterschieden. Bei einschaligen Bauteilen wie z.B. Mauerwerks- oder Stahlbetonwänden hängt die Schalldämmung hauptsächlich von der flächenbezogenen Masse ab: je schwerer desto besser. Damit sind aber häufig schlechtere Wärmedämmeigenschaften verbunden. Problematisch für den Schallschutz sind leichte, einschalige Bauteile. Gegenüber sog. Massivbauweisen kann der Holzbau nicht mit großen Massen aufwarten. Statt dessen lässt sich im Holzbau ein guter Schallschutz durch die richtige Abordnung unterschiedlicher Schichten erreichen.
Schallübertragung — Es gibt zwei Arten der Schallübertragung: Luftschall und Körperschall. Beim Luftschall wirkt die umgebende Luft als Trägermedium. Durch Schallquellen wie z.B. sprechende Menschen oder Radio- und Fernsehgeräte wird die Luft in Schwingungen versetzt. Beim Körperschall sind feste und flüssige Stoffe Medium der Übertragung. Durch Begehen einer Decke, Betätigen der WC-Spülung oder Lichtschalter, werden Wand oder Decke in Schwingungen versetzt und regen die Luft des benachbarten Raums zum Schwingen an. In der Baupraxis ist der Trittschallschutz die häufigste Form des Körperschallschutzes.
Spannschlösser — Spannschlösser oder Muffen mit Gegengewinde gestatten die genaue Einstellung von Rundstäben bei Windverbänden und Unterspannungen. Montagetoleranzen und Temperatureinwirkungen können durch Nachspannen ausgeglichen werden. In besonderen Fällen werden angeschweißte Klemmstäbe angebracht.
Stabdübel — zylindrische Stäbe, die in vorgebohrte Löcher eingetrieben werden. Es sind hohe Anschlusswerte und Steifigkeit zu erzielen, da kein Lochspiel infolge Schwinden bzw. zu großen Vorbohrdurchmesser entsteht. Nach neueren Untersuchungen kann auf ein Versetzen der Stabdübel gegenüber der Risslinie verzichtet werden.
Stabdübelbauweise — kann sowohl direkt Holzteile verbinden als auch mit Stahlblechen zu Holzverbindungen kombiniert werden. Eine Stabdübelverbindung besteht aus mindestens zwei Stabdübeln. Bei einer großen Anzahl von Stabdübeln ist es empfehlenswert, zur seitlichen Lagersicherung einen Stabdübel mit Gewinde, Unterlagscheibe und Mutter vorzusehen, d.h. einen Passbolzen. Dabei ist aber auf den geringeren Durchmesser des Gewindes zum besseren Eintreiben in das engere, vorgebohrte Loch des Stabdübels zu achten. Bei der Kombination von Verbindungen zwischen Stahlblechen und Holz-Passbolzverbindungen sollte man im Rahmen der Werkstattplanung Vorsorge treffen, dass die Bleche nicht in Bereichen von Gewinden liegen.
Stegträger — Stege aus mehreren Brettlagen, die gekreuzt miteinander verleimt sind, wurden für die Herstellung von Profilträgern entwickelt. Diese Bauweise hat man wegen zu hohen Lohnkosten zu Gunsten von Brettschichtträgern aufgegeben. Systemträger, wie z.B. Kämpf-, Wolf-, und Poppensieker-Träger wurden weitgehend von den ursprünglich aus Amerika kommenden TJI-Trägern verdrängt. In einen genuteten Ober- und Untergurt aus Furnierstreifenholz wird ein dünner Steg aus einer OSB-Platte unter hohem Druck eingeleimt. Berechnung, Ausbildung und Herstellung unterliegen bauaufsichtlichen Zulassungen.
 
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