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Haupttragsysteme – Die Anzahl der Haupttragsysteme, die Abstände und die Stützenstellungen ergeben sich aus der Grundrissentwicklung. Die Gestaltung des Rasters hängt von den Nutzungsbedingungen ab, z.B. von mobilen Trennwänden und Belichtung. Besondere Gründungsverhältnisse können auch eine Längstragrichtung rechtfertigen. Runde oder polygonale Grundrissformen führen zu radialen bzw. räumlichen Anordnungen der Hauptträger. Gestaltete Dachformen können oft mit verzweigten Systemen besonders funktional und wirtschaftlich verwirklicht werden. Holz-Beton-Verbundquerschnitte — Bestehende und nicht zu korrigierende Durchbiegungen der Deckenbalken können durch das Aufbringen einer Betonschicht ausgeglichen werden. Dabei sollte eine Verdübelung zwischen Holz und Beton vorgesehen werden, um zusammen mit dem Beton eine möglichst große Steifigkeit zu erreichen. Die Verbundwirkung zwischen Rippen- bzw. Rippenplattenquerschnitt mit einer mittragenden Betonplatte auf Druck ergibt einen wirtschaftlichen Querschnitt, der mehrere Anforderungen, wie hohe Steifigkeit, auch gegen Schwingungen und hohe Brandwiderstandsdauer, erfüllt. Holzfaserplatten — harte, mittelharte und mitteldichte Holzfaserplatten werden im Trockenverfahren mit Bindemitteln oder im Nassverfahren ohne Bindemittel durch starkes Verpressen hergestellt. Die Bindung beruht auf der Verfilzung der Faser, sowie deren eigene Verklebungsfähigkeit. Durch unterschiedliche Pressdrücke, Temperatureinwirkungen und Bindemittel können die Eigenschaften verändert werden. Holzfestigkeit — Die Festigkeit von Vollholz, Brettschichtholz, Furnierschichtholz und von Holzwerkstoffen hängt im wesentlichen von der Rohdichte ab. Örtliche Schwächungen können durch Ästigkeit, Schrägfasrigkeit und Rissebildung auftreten, sie können aber auch fertigungsbedingt durch Keilzinkung oder Schäftung entstehen. Die zulässigen Festigkeitswerte sind anhand von Güteklassen den entsprechenden Bauvorschriften zu entnehmen. In speziellen Fällen können bei zuverlässigen zerstörungsfreien Prüfverfahren besondere Werte für hochbeanspruchte Bauteilen angesetzt werden. Holzfeuchte — Je näher die Einbaufeuchte an der Ausgleichsfeuchte im Bauwerk liegt, desto geringer ist die Neigung zur Rissbildung und Verdrehung. Die Holzfeuchte hat zudem Einfluss auf die elastomechanischen Eigenschaften: mit abnehmender Holzfeuchte werden die Festigkeiten, die Elastizitäts- und Schubmoduln der Hölzer größer. Holz-Holz-Verbundquerschnitte — Vorhandene Balken und anzuschließende Querschnitte aus Vollholz, Furnierschichtholz oder Sperrholz können mit Nagelpressleimung zu gemeinsam tragenden Querschnitten verbunden werden. Neuere Entwicklungen sehen die Herstellung von plattenbalkenförmigen Verbundquerschnitten vor. So kann z.B. eine vorhandene Balkenanlage durch das Aufbringen einer Sperrholz- oder Furnierschichtholzplatte verstärkt werden. Holzklammern — bestehen aus verzinktem oder mit einer Rostschutzfarbe bestrichenen, 1,2 bis 2 mm dickem Draht, der mit einem maschinellem Nagelungsgerät eingetrieben wird. Die Wirkungsweise ist mit zwei dünnen Nägeln zu vergleichen, die auf Abscheren beansprucht werden. Holzklammern werden bei der Befestigung von Schalungen, Latten und bei Wandtafelelementen im Holzbau verwendet. Holzschutz — konstruktive und bauphysikalische Maßnahmen, die eine problematische Veränderung des Feuchtegehalts von Holzbauteilen oder den Zugang von holzzerstörenden Insekten zu verdeckten Holzbauteilen verhindern. Problematische Feuchteänderungen sind solche, die die Voraussetzung für die Entstehung von holzzerstörenden Pilzen schaffen und solche, die zu schädlichen Verformungen infolge Quellen und Schwinden führen. Holztafelelemente — Ihre Herstellung erfolgt durch Verleimung von Kanthölzern mit Furniersperr- und Furnierschichtholzplatten. Sie können auch durch Nagelung mit oder ohne Verleimung verbunden werden. Die Tafelelemente werden dabei als Hohlkasten oder als -Träger ausgebildet, die mit minimalem Materialaufwand im Haus- oder Hallenbau einsetzbar sind. Sie erreichen als Dachelement bis zu 15 m Spannweite und dürfen als Wandelement zum Aussteifen herangezogen werden. Holzwerkstoffe (HWS) — aus zerkleinertem Holz gepresste Platten oder Stäbe. Zu den Zerkleinerungstechniken gehören alle bekannten Techniken wie Sägen (Bretter), Messern und Schälen (Furniere) und Spanen und Fasern. Verwendet werden Hölzer und Holzprodukte vom Stammholz bis zum fremdstofffreien Abfallholz im Rahmen des Recycling. Die Industrie bietet eine große Anzahl an Holzwerkstoffen, größtenteils plattenförmig. Holzwolleleichtbauplatten (HWL) — werden aus Holzwolle und mineralischen Bindemitteln wie Zement oder kaustisch gebranntem Magnesit hergestellt. Verwendet werden sie aufgrund ihrer schweren Entflammbarkeit u.a. als Brandschutz, außerdem dienen sie als Wärme- und Schallschutz. |
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